Smart Repair: Was es taugt und was nicht

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Der ADAC hat 20 Smart-Repair Werkstätten einer bundesweiten Stichprobe unterzogen. Bei dieser günstigen Reparatur-Variante gibt es große Unterschiede in Sachen Preis und Qualität. Worauf Sie achten müssen.
Mit Smart-Repair lassen sich bei kleineren Schäden wie Dellen oder Kratzern größere Reparaturen umgehen und oftmals einige hundert Euro sparen. Wichtig wird das sowohl beim Gebrauchtwagen-Verkauf als auch bei der Rückgabe von Leasing-Autos, denn dort lassen die Autohändler ihre Kunden gern draufzahlen, indem sie um jeden Kratzer und jede Delle feilschen.
Allerdings können Qualität und Preise bei spezialisierten Werkstätten stark variieren. Das hat der ADAC in einer bundesweiten Stichprobe mit identisch demolierten Motorhauben (zwei Dellen mit jeweils rund 25 Millimeter Durchmesser und einem etwa 10 Millimeter langen Kratzer) bei 20 Werkstätten festgestellt.
Neben einer „sehr guten“ und zwei „ausreichenden“ Werkstätten erhielten immerhin 17 Betriebe im Gesamtergebnis die Note „gut“ oder „befriedigend“.

Nicht alle verfügen über die nötige Fachkenntnis

Nicht alle untersuchten Werkstätten verfügten über die erwartete Smart-Repair-Praxis und Fachkenntnis bei der Kratzerbehebung. „Lediglich sechs Werkstätten konnten den Schaden so beseitigen, dass er nicht mehr zu erkennen war“, so der Automobilclub. Ebenfalls bei sechs Betrieben war der Kratzer nach der Reparatur noch deutlich zu sehen – mangelhaft in dieser Kategorie. Viel besser ist das Ergebnis bei den präparierten Dellen: 18 der 20 Betriebe wurden hierfür mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.

Drei Tipps zum Thema Smart-Repair

  • Smart-Repair ist grundsätzlich zu empfehlen: Dellen ohne Beschädigung des Lacks lassen sich spurlos und preisgünstig beheben. Dennoch: „Man muss sich mit dem Thema schon beschäftigen, denn die Preise variieren stark. Ein hoher Preis garantiert noch lange keine perfekte Smart-Repair-Leistung. Es ist vorteilhaft, mal im Freundeskreis zu fragen, wer mit welcher Werkstatt bereits gute Erfahrungen mit Smart-Repair gemacht hat“, so der ADAC.
  • Immer mehrere Smart-Repair-Angebote einholen, mindestens zwei.
  • Vor der Reparatur und danach Fotos zu machen – etwa mit dem Mobiltelefon. Die Bilder können bei einer etwaigen Reklamation wichtig sein. Sie dienen außerdem zur eigenen Dokumentation der Wirksamkeit von Smart-Repair. „Neben den in der Stichprobe beschriebenen Schäden ist Smart-Repair grundsätzlich auch bei Steinschlägen in Autoscheiben, Beschädigungen an der Innenraum-ausstattung und von äußeren Kunststoffteilen empfehlenswert“, meint der ADAC.

Große Preisspanne

Einen Zusammenhang zwischen Qualität und Preis konnten die ADAC Experten in dieser Stichprobe übrigens nicht feststellen. Die Preisspanne reichte von 60 Euro bis 223 Euro. Die beste Werkstatt („sehr gut“) beseitigte die Schäden für 80 Euro. Eine herkömmliche, umfangreiche Reparatur samt Spachteln und Lackieren kann hier leicht das Zehnfache kosten.

Quellewww.focus.de

2016-12-19T11:25:18+00:00